
ELMSHORN
Geheim-Beerdigung für den kleinen Tim
Vernehmung von Oliver H. wird Mitte der Woche fortgesetzt mehr
NILS FREIHEIT
Über 10 000 User haben sich das Software-Packet "Jap" schon kostenlos unter www.tu-dresden.de heruntergeladen.
Normalerweise kommuniziert jeder Computer im Internet über eine
feste Adresse, die so genannte "IP". Das bedeutet, jeder besuchte
Webserver, der Zugangsprovider und eventuelle illegale Lauscher können
ermitteln, welche Webseiten vom Nutzer besucht wurden und welche
Informationen abgerufen wurden. Natürlich kann auch der Nutzer selbst
festgestellt werden.
Mit "Jap" teilen sich tausende User eine feste IP-Adresse. Dadurch
erfährt weder der angefragte Server oder Provider noch ein Lauscher die
Daten des Einzelnen. Nicht einmal der Betreiber des
Anonymisierungsdienstes kann Nutzer und Daten einander zuordnen.
Technisch werden keinerlei Log-In-Daten gespeichert, deswegen können
diese auch nicht an die Staatsanwaltschaft herausgegeben werden. Das
ist auch der Haken an dem von Studenten entwickelten Programm: Es
öffnet das Tor für alle Internet-Ganoven, die jetzt unentdeckt agieren
können. Sei es beim Download von Kinderpornos oder beim Betrügen in
Ebay.
Ressort: /nachrichten/digatrend/internet
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