IT-Systeme sind heute ohne integrierte Sicherheitsfunktionen kaum mehr denkbar. Dabei geht es um den Schutz vor Bedrohung der Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen und Diensten. IT-Sicherheitsmanagement versucht, die mit Hilfe von Informationstechnik (IT) realisierten Produktions- und Geschäftsprozesse in Unternehmen und Organisationen systematisch gegen beabsichtigte Angriffe (Security) und unbeabsichtigte Ereignisse (Safety) zu schützen. Methoden hierzu sind die Erstellung von Sicherheitsmodellen und -konzepten, der Aufbau von Sicherungsinfrastrukturen sowie Risikoanalyse und -management.
Der Studienschwerpunkt Informationssicherheit beschäftigt sich mit Sicherheit in verteilten Systemen und Beherrschbarkeit großer IT-Systeme. Es werden Lehrveranstaltungen zur IT-Sicherheit, Sicherheitsmanagement, Kryptographie, Datensicherheit und Sicherheit mobiler Systeme angeboten.
Hannes Federrath studierte von 1989 bis 1994 Informatik und promovierte 1998 an der Technischen Universität Dresden auf dem Gebiet der Sicherheit mobiler Kommunikation. Von 1994 bis 1999 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und später Oberingenieur im Bereich Informations- und Kodierungstheorie bei Prof. Andreas Pfitzmann. Von 1999 bis 2000 forschte er als Gastwissenschaftler am International Computer Science Institute Berkeley, Kalifornien. Zwischen 2000 und 2001 vertrat er eine Professur an der Freien Universität Berlin und leitete dort anschließend als Wiss. Oberassistent die Security-Gruppe. Prof. Federrath war von 2003 bis 2011 Inhaber eines Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik mit der speziellen Ausrichtung auf das Management der Informationssicherheit. Seit April 2011 ist er Leiter des Arbeitsbereichs Sicherheit in verteilten Systemen (SVS) an der Universität Hamburg.